Schlosshof

Stadt-und Schulmuseum

Schloßstraße 19
07580 Ronneburg
Tel: 036602 / 44566 u. 35527

Öffnungszeiten


Achtung -Änderung

Mittwochs bis Sonnabend
von 11:00 -17:00 Uhr

und Sonntags
von 13.00 bis 17.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Eintrittspreise

Erwachsene   3€
Kinder      1€



  • Klassenzimmer von anno dazumal

  • Bauernstube und Brauchtum

  • Stadtmodelle

  • Modelle historischer Dampf-
    maschinen

  • Fotoausstellung

  • Ausstellung zur Geschichte des Mineralbades

  • Stadtgeschichte

  • Mineralien-
    ausstellung

  • (N)ostalgie

  • alte Radios























Stadt- und Schulmuseum

Das Stadt- und Schulmuseum befindet sich im sog. Neuen Schloss (weil erst um 1890 errichtet) in dem ehemaligen Wohngebäude des Ronneburger Amtsrichters.
Zur Geschichte des Museum weiter unten detaillierte Ausführungen.
Unternehmen wir doch einmal einen kleinen Rundgang im Museum.
Nachdem Sie einige Stufen (leider nicht für Rollstuhlfahrer geeignet) erklommen haben, stehen Sie vor einer wuchtigen hölzernen Eingangstür. Nach Öffnen derselben fällt der Blick sofort auf 12 Grafiken, die Ronneburg vor 1870 zeigen, als die Stadtmauer noch stand und Ronneburg nur durch 2 Tore und einigen Pforten erreichbar war.
Als nächstes erreichen Sie den Kassenbereich, wo Sie Ihren geringen Obolus entrichten möchten und auf Infomaterial mehr über die Stadt und Ihre Geschichte erfahren können. Ebenfalls können Sie hier von unseren Verein herausgegebene historische und aktuelle Ansichtskarten sowie Bildbände und schlosstypische Spirituosen wie "Schlossgeist" und natürlich den legendären Wismut-Fusel käuflich erwerben.
Der Weg zum ersten Zimmer wird gesäumt durch viele Fotos von Ronneburg in den 1960iger Jahren - gegenübergestellt mit heutigen Ansichten. Vorbei an Abbildungen des in Ronneburg gebauten Autos Rex Simplex und des späteren Felgen- und Räderwerkes erreichen wir die Bauernstube. In dieser befindet sich neben einer alten Wiege und alten Schränken ein Bett mit Inschrift von 1798. Weiter Haushaltsgegenstände aus dieser Zeit und Altenburger Trachten. Sie fragen vielleicht wieso Altenburger Trachten? Ganz einfach, weil Ronneburg bis 1920 zum Herzogtum Sachsen-Altenburg gehörte und dessen "Mode" auch bei uns getragen wurde.
Gegenüber befindet sich die "Gute Stube" mit Möbeln, Kommode, Bildern und gedeckten Tischen aus dieser Zeit.
Nun erreichen wir das "Klassenzimmer von anno dazumal". In diesen können Sie, wenn Sie möchten mit original Griffeln auf alte Schiefertafeln schreiben (aber bitte wieder abwischen!) sich über damalige Schulstrafen informieren und auch mal den Rohrstock schwingen. Oder Sie versuchen sich an einem alten Harmonium. Umrahmt wird das ganze von Schulbänken, Ranzen und Unterrichtsmaterialen aus verschiedenen Generationen. Ebenfalls zu sehen sind Modelle von Bauwerken in Ronneburg, welche von Schülern angefertigt wurden. Im Nebenraum wird an den leider schon verstorbenen Gründer des Schulmuseums Prof. Dr. Harry Schmidt sowie des Ronneburger Komponisten Carl Brumme erinnert.
Um unseren Rundgang fortzusetzen, müssen wir uns ein Stockwerk höher begeben. Vorbei an Schautafeln zum Ronneburger Handwerk , Textilindustrie und Landwirtschaft begrüßt uns beim Eintritt ein fast echt aussehender Bergmann (also bitte nicht erschrecken). Auf den Weg zu den Zimmern erinnern uns Schautafeln und Ausstellungsstücke an die Industriegeschichte der Stadt, beginnend mit der Textilindustrie bis zum Bergbau der SDAG Wismut. Im ersten Raum wird an die epochale Aufgabe erinnert, aus den verheerenden Hinterlassenschaften des Bergbaus eine "Neue Landschaft" zu gestalten, welche dann zur Bundesgartenschau 2007 präsentiert wurde.
Gegenüber können Sie hunderte Mineralien aus den Ronneburger Revier bestaunen. Keine Angst -strahlendes Uran ist nicht dabei! Im nächsten Raum erwartet Sie ein Streifzug durch die Geschichte der Technik, illustriert an Hand verschiedener Radio - und Fotoapparate. In Vitrinen wird an schlechte Zeiten erinnert (nicht alles war früher besser), da liegen paar Millionen Mark drin, ein Schein für 50 Millionen Mark - unsere Altfordern waren alle Millionäre , konnten sich in Zeiten der Inflation davon aber nicht viel mehr als ein Brot kaufen. Des weiteren Erinnerungen an die Nachkriegszeit mit Lebensmittelmarken etc.
Weiter geht der Rundgang im (N)ostalgiezimmer , in welchem Produkte aus DDR-Zeiten zu sehen sind. Abgeschlossen wird der Rundgang im Turmzimmer , in welchem Exponate - darunter das alte Uhrwerk des Brunnenhäuschen an der Urquelle - an die Zeit erinnern, als Ronneburg noch Bad Ronneburg war und viele Kurgäste beherbergte.

Selbstverständlich gibt es im Museum noch mehr zu sehen, wir wollten Sie mit diesen Rundgang motivieren uns persönlich einen Besuch abzustatten um noch mehr Interessantes zu entdecken.


Vorgeschichte Stadtmuseum
Die Bemühungen zur Schaffung eines Heimatmuseums reichen bis in das Jahr 1927 zurück. Per Beschluss der Stadt Ronneburg vom 24.11.1933 wurde diese Aufgabe den Vorgänger unseres Vereins übertragen.
Der 2. Weltkrieg verhinderte die Einrichtung des Museums. Nach den Krieg nahm sich die Arbeitsgruppe Natur und Heimat des Kulturbundes dieser Aufgabe an und so konnte 1974 die Heimatstube im Rittersaal eröffnet werden.

Vorgeschichte Schulmuseum
1956 wurde in der Friedrich-Schiller-Oberschule das Schulmuseum eröffnet, das erste Schulmuseum der DDR überhaupt. Unter Leitung des Geschichtslehrers Herrn Harry Schmidt wurde der im Jahr zuvor gegründeten Arbeitsgemeinschaft " Junge Historiker" ein Klassenraum dafür zur Verfügung gestellt. Bereits 1958/59 hatten die Schüler soviel gesammelt, dass 5 Kellerräume in der Schule ausgestaltet werden konnten. Allerdings waren diese Räume für ein Museum ungeeignet. 1969 erfolgte ein Schulanbau. In diesem standen den Museum neue Räume zur Verfügung.
Durch die politische Wende und der Änderung des Schulsystems wurden die Museumsräume für den Unterricht benötigt. Immerhin zählte die Statistik bis zu diesen Zeitpunkt über 45.000 Besucher aus 29 verschiedenen Staaten. Die Exponate und Sachzeugnisse wurden in das Schloss ausgelagert.

1991/92 erfolgte der Aufbau einer neuen Ausstellung unter Zusammenführung der Bestände des Schulmuseums, der Heimatstube des Kulturbundes und der geologischen Sammlung der ehemaligen Schülerarbeitsgemeinschaft "Junge Geologen."
Im Februar 1993 eröffnete das Stadt- und Schulmuseum unter Leitung des Gründers des Schulmuseums Herrn Prof. Dr. Harry Schmidt seine Pforten. 2006/7 wurden im Schloss Bauarbeiten durchgeführt und die Räumlichkeiten im ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes mussten geräumt werden. Es erfolgte der Umzug in das Turmgebäude. Dort konnte - nunmehr unter Leitung unseres Vereins - 2007 zur Bundesgartenschau die erste Etage des Stadt - und Schulmuseums eröffnet werden. 2013 folgte die Erweiterung in der zweiten Etage. Heute werden auf 2 Etagen in 8 Zimmern mit insgesamt ca. 400 qm Ausstellungsfläche unsere Exponate gezeigt. Durch die Unterstützung von Bundesfreiwilligendienstleistern können die Öffnungszeiten von Mittwochs bis Sonntags abgesichert werden.


Die hier gezeigten Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne Zustimmung des Heimatvereins weder privat noch geschäftlich genutzt werden !!